Einführung
Galicien als Anbaugebiet für Albariño
In Galicien regnet es extrem viel. Deshalb ist die Landschaft sehr grün. Die Gegend zeichnet sich zudem durch ihre Nähe zum Meer aus. Bis heute spielen der Fischfang, der Anbau von Wein und die Landwirtschaft an sich eine große Rolle in Galicien. Der Weinanbau erfolgt in der Regel auf etwas steinigen Böden, die sich aber durch ihren hohen Nährstoffgehalt auszeichnen und damit die optimale Grundlage für feine Weine bilden.
Neben dem Albariño werden dort auch andere Rebsorten wie Caino, Loureira und Treixadura angebaut. Im nahe gelegenen Portugal wird der Albariño Alvarinho genannt. In der Region Vinho Verde wird er reinsortig angebaut. Neben Spanien und Portugal lässt sich der Wein aber auch in Uruguay, Neuseeland, Australien jund den USA wieder finden. Wie bei vielen Weinen ist die Herkunft auch beim Albariño nicht ganz sicher geklärt. Usprünglich ging man von einer Verwandschaft zwischen Albariño und Riesling aus. Dies kommt daher, dass Albariño „der kleine Weiße vom Rein” bedeutet. Bisher ist man sich zumindest sicher, dass er mit dem Loureiro verwandt ist.
Aussehen, Geschmack und Geruch – was die Weinsorte wirklich ausmacht
Albariño kann verschiedenste Farbtöne aufweisen, die von hellem bis zu dunklerem gelb reichen können. Er duftet in der Regel intensiv nach Blumen und Kräutern und verfügt teilweise auch über einen fruchtigen Geruch, wie zum Beispiel nach Äpfeln. Auch Duft und Geschmack von Zitrusfrüchten, Maracuja, Kiwi und Ähnlichem können sich im Albariño finden. Der Wein besticht durch seinen intensiven Geschmack und seinen langen Abgang. Er passt gut zu Meeresfrüchten und Fisch und unterstreicht deren Geschmack, ohne ihn zu sehr zu überdecken.
Außergewöhnliche Charakterzüge des Albariño
Die Trauben des Albariño verfügen über eine sehr dicke Schale, sodass sie nicht so anfällig für Krankheiten sind. Sie besitzen eine runde Form und bilden die optimale Basis für einen intensiven Wein mit ausgewogenem Geschmack. In der Regel kann der Albariño als leicht sauer und sehr trocken beschrieben werden. Zweifellos gehört er zu Spaniens besten Weinsorten und wird meist reinsortig ausgebaut. Auch die Liste der Synonyme ist lang. Beispielsweise wird der Wein gerne Albarinyo, Galego, Cainho Blanco, Alvarin Blanco oder Azal Blanco genannt.
Unsere Empfehlungen für feinsten Albariño
Gerade bei Weißwein fällt die Wahl nicht leicht und es kann kompliziert sein, den passenden Begleiter zum Essen, als Aperitif oder zum Dessert zu finden. Wir möchten Ihnen deshalb zwei Weine vorstellen, mit denen Sie garantiert nichts falsch machen können.
Es handelt sich dabei um den Albariño Pazo de Galegos, einen Weißwein aus dem Jahr 2014. Der Jungwein entstammt aus der D.O. Rías Baixas und verfügt über einen Alkoholgehalt von 12,5%. Optisch fällt vor allem sein leichtes Gelb auf, während der Wein geschmacklich an Banane und Apfel erinnert. Der Säuregehalt kann als sehr angenehm und ausgeglichen beschrieben werden.
Die zweite Empfehlung ist der Weißwein Albariño Barrica. Der Jungwein aus dem Jahr 2011 kommt ebenfalls aus der D.O. Rías Baixas. Er verfügt über 12% Alkohol, ist angenehm fruchtig und weißt zudem leichte Holzaromen auf. Diese rühren von der Reifung des Weies im französischen Eichenfass her. Farblich fällt der gelbliche Ton des Weines auf.