Olivenöl-Verkostung

Viele Feinschmecker wissen Olivenöl wie einen guten Wein zu schätzen. Dabei müssen Sie kein Gourmet Experte sein, um zu merken, dass Olivenöl nicht gleich Olivenöl ist. Spätestens wenn Sie unterschiedliche Sorten bewusst verkosten, werden Sie die Unterschiede herausschmecken.

Olivenöl-Verkostung

Olivenöl extra vergine - die höchste Güteklasse


Bei diesem Öl müssen Geschmack, Geruch sowie Farbe einwandfrei sein. Es wird aus Oliven in erster Pressung gewonnen, wobei ausschließlich mechanische Mittel verwendet werden (kalt gepresst). Für Olivenöl extra vergine werden die Oliven im optimalen Reifestadium geerntet und innerhalb weniger Stunden verarbeitet. Während der Herstellung darf es nicht zu Fermentierungen oder zu Oxidationen kommen. Der Anteil an freien Fettsäuren (als Ölsäure) darf nicht größer sein als 0,8 Gramm pro 100 Gramm Öl. Optimal ist ein Wert von unter 0,5 Prozent.

Machen Sie zu Hause den Olivenöl Test


Als Olivenöl Liebhaber können Sie zu Hause eine Olivenöl Verkostung veranstalten. Laden Sie Freunde ein und bitten Sie sie, ihre Olivenöl Lieblingsmarke mitzubringen. Somit haben Sie verschiedene Öle, die Sie testen können, und vielleicht auch bald einen neuen persönlichen Favoriten.

Die Olivenöl Verkostung ist in gewisser Weise einer Weinverkostung ähnlich: Im ersten Schritt müssen Sie das Olivenöl in ein Probierglas geben. Dieses sollte undurchsichtig sein, damit die Farbe das Ergebnis nicht beeinflusst. Bio Olivenöle können ebenso wie das Olivenöl extra vergine sehr unterschiedliche Farben aufweisen - von hellgelb bis dunkelgrün. Im zweiten Schritt müssen Sie das Olivenöl schwenken und riechen. Atmen Sie den Geruch ein und bei geschlossenem Mund wieder aus. Erkennen Sie die Vielzahl an Aromen? Sollten Sie gar keinen Duft wahrnehmen, ist das Olivenöl höchstwahrscheinlich von minderwertiger Qualität. Im nächsten Schritt müssen Sie einen Schluck einnehmen und das Öl mit der Zunge im Mund verteilen. Atmen Sie durch die Nase ein und aus und achten Sie dabei auf die Aromen. Jetzt können Sie das Olivenöl auch herunterschlucken. Ein gutes Olivenöl extra vergine beinhaltet kratzige, scharfe Stoffe, in denen die sogenannten Polyphenole verknüpft sind. Diese sind für die Vielzahl an gesunden Inhaltsstoffen im Olivenöl verantwortlich. Wenn das Olivenöl nicht kratzt, so besitzt es mit großer Wahrscheinlichkeit nur wenige bis gar keine Polyphenole. Im letzten Schritt sollten Sie auf den Nachgeschmack des getesteten Olivenöls achten.

Was sagen die verschiedenen Eigenschaften aus


Die Farbe eines Olivenöls lässt sich leicht mit bloßem Auge erkennen. Ist das Öl trüb, so wurde es ohne Filter abgefüllt. Öl aus Oliven, die früh geerntet wurden, hat einen intensiven Grünton. Wurde das Olivenöl mit reifen Früchten hergestellt (späte Ernte), so weist es einen Goldton auf. Hier muss aber betont werden, dass die Qualität des Öls nicht von seiner Farbe abhängt.
Damit sich die Olivenöl Aromen gut entfalten können, sollten Sie das Glas schwenken und mit den Händen wärmen. Wenn Sie ein paar Tropfen Olivenöl extra vergine auf ihre Hand geben, werden Sie bemerken, dass dieses hochqualitative Öl sehr "sauber" riecht. So verströmt Olivenöl extra vergine Aromen von Kräutern, grünen Äpfeln, Tomaten, Zitronen, Heu, Artischocken und Lorbeer.

Ein sehr fettiger Geschmack zeugt von minderer Qualität. Gute, früh geerntete Olivenöle zeichnen sich durch eine leichte Schärfe und ein Kratzen im Rachen aus. Bei der Verkostung können Sie zwischendurch Weißbrot essen, um den Gaumen zu neutralisieren.


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